Radio Fritz setzt KenFM wegen unhaltbarer Antisemitismus-Vorwürfe ab!

7 Nov

Kein Statement – nur ein simples Abschalten. Henryk M. Broder beschwert sich beim RBB per Mail, dass Jebsen irre und ein Antisemit sei. Reaktion – Sendung abgeschalten. Hörer laufen Sturm und fordern Statement. Radio Fritz gibt auch Stunden nachher keinen Kommentar ab. Wurde da dem RBB in die Karten gespielt, weil Jebsen unbequem ist und abseits des Dudelfunkes auch gesellschaftskritische und politische Themen von mehreren Seiten beleuchtet? Jebsen, eine Institution auf Fritz, ein Mann mit Rückgrat wird unter fadenscheinigen Gründen ausgeschaltet. Jeder der Jebsen nur ein wenig zuhört, weiß dass diese Vorwürfe unhaltbar sind. Fritz beraubt sich selbst seiner letzten guten Sendung, für die Hörer gern GEZ zahlen, weil der Mehrwert stimmt und der Bildungsauftrag erfüllt wird. Jebsens Hörer sind keine Schafe, sie werden das nicht hinnehmen und wissen um den Wert der Arbeit von KenFM. Hier das Statement von Ken Jebsen zu den Vorwürfen: 

Es zeugt von Größe und Dialogbereitschaft! Da hat Jebsen seinem Mutterschiff so einiges voraus. Das danken ihm seine Hörer durch Loyalität und Treue. Hier sind Fritz und der RBB deutlich zu weit gegangen und das hat Kosequenzen: Vertrauensverlust, Imageschaden, Hörerabwanderung und mit Sicherheit eine breit angelegte öffentliche Diskussion und auch Gegendemonstrationen sind im Gespräch.

Konzertbericht The BossHoss Kulturpalast Dresden

12 Dez

The BossHoss Low VoltageLange habe ich darauf gewartet und Freitag war es dann soweit. The BossHoss sind mit ihrem Low Voltage Programm nach Dresden in den Kulturpalast gekommen. Ein Platz in der zweiten Reihe bescherte mir zur Abwechslung mal eine gute Sicht. Man muss dazu sagen, dass das Konzert „bestuhlt“ war (dies ist keine Wertung des Konzertes, sondern in der Tat saßen wir auf Stühlen😉 ). Nach einem anstrengenden Tag war ich eigentlich ganz froh, zu sitzen. Wer aber The BossHoss kennt, der wird mir zustimmen, dass es irgendwie paradox ist, bei der Musik ruhig sitzen zu bleiben. So kam es, wie es kommen musste, die Leute im Saal sind nach ein paar Songs aufgestanden, um ihrem Bewegungsdrang nachzugeben. The BossHoss haben sich bei ihrem Low Voltage Programm Verstärkung von einem Satz Bläser, The Tijuana Wonder Brass, und Streichern, The Fabulous Babelsberg G-Strings, geholt. Der Sound war wirklich großartig. Die Jungs haben eine durchweg sehr gute Show geliefert. Sie spielten sich die Seele aus dem Leib und haben nichts unversucht gelassen, um das Publikum mitzureißen. Allen voran Sänger Boss, der wenn er mal genug vom Musikbusiness hat, auch gut und gerne als Animateur arbeiten kann.

Boss Burns

 Wir wollen doch hoffen, dass er aber der Musik treu bleibt, denn sein Talent kommt auf der Bühne wohl am besten zum Tragen. Hoss amüsierte die Fans mit seinen Kurzgeschichten und entzündete mit seiner guten Laune schnell die Funken beim Publikum. Hoss PowerDie Band hat auch ein Herz für ihre Fans und so versorgten sie ein paar ganz durstige Leute in der ersten Reihe mit Bier. Das war auch dringend notwendig, denn man durfte keine Getränke in den Saal nehmen, was bei einer Gesamtdauer von ca. 3,5 Stunden schon nicht ganz ohne war. Besonders beeindruckend fand ich die Performance der Tijuana Wonder Brass. Die Jungs haben eine ziemlich amüsante Choreo drauf, mit einer echt starken Bühnenpräsenz und sind richtig abgegangen. Das kann man mit Worten nicht beschreiben. Man muss es gesehen haben! Sie haben zu Teilen ihren Frontmännern die Show gestohlen, da die Konzentration auf die Glorious Seven nicht immer leicht war, wenn im Hintergrund eine wilde Party steigt, bei der die Jacketts durch die Luft fliegen und die Stühle auf den Händen getragen werden.

Fabulous Babelsberg G-Strings

The Tijuana Wonder Brass

 The BossHoss

Es war aber auf jeden Fall eine sehr gelungene Kombination. Die Songs von The BossHoss wurden in neue Gewänder gehüllt und zeigten somit ganz neue Facetten. Durch die Streicher haben einige Songs noch mehr Seele bekommen. Besonders ist mir das bei Break Free aufgefallen. Kompliment! Ein richtig gutes Projekt, dieses Low Voltage, auf das die „Macher“ zu Recht stolz sein dürfen. Es funktioniert nicht nur auf Platte, sondern auch live:

Die Kritikpunkte zur Veranstaltung sind eher in den Rahmenbedingungen zu finden. Der Saal im Kulturpalast ist ehrlich gesagt wenig ansprechend und hat irgendwie den Charme eines sozialistischen Pionierpalastes. Widererwartend war das Konzert nicht ausverkauft und im Kontrast zum Konzert im Dresdner Schlachthof im März, war das Publikum auch nicht ganz so energisch. Vielleicht hat die Dresdner ne Winterdepression gepackt, so dass sie nur Halbgas gefahren sind. Habe darüber auch andere Meinungen gehört, aber gut, es ist ja meine Sicht der Dinge. Einige Damen am Einlass waren mit dem „wilden“ Publikum etwas überfordert und das mit den Getränken war echt daneben. Nachdem man nichts mit in den Saal nehmen durfte und halb verdurstet am Ende des Konzertes die Bar aufsuchte, war die geschlossen. Zum einen ist das ein wirklich schlechter Service und zum anderen hätten die noch gut Geld einnehmen können. So haben wir uns halt in einer anderen Kneipe unser Bierchen gegönnt. Nach einer etwas langatmigen Autofahrt (Schneeverwehungen auf der A4) bin ich dann gegen vier Uhr zu Hause angekommen und habe für einige Stunden mein Kopfkissen nicht mehr losgelassen, weil es mich ja immer so vermisst, wenn ich weg bin und das beruht auf Gegenseitigkeit😉. Hank & Rocket

Zusammenfassend: Tolle Leistung der Künstler. An dieser Stelle auch mal einen Dank an die Leute hinter der Bühne, die mit viel Engagement arbeiten, damit die Show ein Erfolg wird. Abzug in der B Note für den Veranstaltungsort und den Service, was aber nichts mit TBH zu tun hat.

Also dann tschüss und danke Jungs, auf bald mal wieder! Good bye Boss & Hoss

Brauchen wir überhaupt einen Doktortitel?

22 Sep

Wie versprochen, möchte ich ein paar kurze Eindrücke zur Tagung liefern. Ich könnte an dieser Stelle sicherlich viel erzählen, worüber wie diskutiert wurde, doch es blieb mir ein letzter Kommentar der Podiumsdiskussion im Kopf, der einen Nerv getroffen hat und den ich so nicht erwartet habe. Nach langem Hin und Her, über die Zukunft, den Nutzen und die Qualität sowie die Gestaltung der Promotion kam der letzte Kommentar von einem sehr renommierten Professor:

Brauchen wir überhaupt einen Doktortitel? Was wir brauchen, sind Leute die das können, was die Stellenanforderung beinhaltet.“

 

Spannend war der Kommentar deshalb, weil er a) von einem Professor kam, der diesem Stand ja selbst angehört und b) wenn man den Gedanken zu Ende spinnt, die Realisierung des Kommentars die akademische Existenzgrundlage auf Basis von Titeln mit einem Schlag vernichtet wäre. Weiterlesen

Tagung zu den Problemfeldern der kooperativen Promotion

12 Sep

Montag und Dienstag (13./14.09.2010) findet am Internationalen Hochschulinstitut (IHI) Zittau  eine Tagung zum Thema „Problemfelder der kooperativen Promotion“ statt. Es sollen dabei die unterschiedlichen Promotionsmodelle und deren Qualität zur Diskussion gestellt werden. Seit geraumer Zeit wird ja diskutiert, auch Fachhochschulen das Promotionsrecht einzuräumen. Bisher blieb aber den Fachhochschulen das Promotionsrecht versagt. Ein Weg auch als Absolvent einer Fachhochschule zu promovieren, ist das sogenannte kooperative Promotionsverfahren. Meist sind diese Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass der Doktorand durch die Zusammenarbeit mit Professoren einer universitären Einrichtung und Professoren der Fachhochschule den Weg der Promotion beschreitet. Dabei liegt der Hauptverantwortungsbereich bei der universitären Einrichtung. Es gibt hier sehr unterschiedliche Modelle, wie dies gehandhabt wird. Häufig unterzieht sich der Doktorand weiteren Prüfungen oder einem Doktorandenstudium, um vertiefte Kenntnisse im wissenschaftlichen Arbeiten zu erlangen.

Zur Tagung werden drei Workshops zu folgenden Themen angeboten:

1. Ko­ope­ra­tive Pro­mo­tion als neue Her­aus­for­de­rung

2. Pro­mo­ti­ons­be­treu­ung

3. Ver­wer­tungs­op­tio­nen in Wissenschafts-Wirtschafts-kooperationen im Zit­tauer Mo­dell

Wir Doktoranden des IHi Zittau werden dann im Rahmen einer Posterpräsentation unser Promotionsthema vorstellen. Hier ein kleiner Einblick in mein Thema (aber ohne „Vortrag“ von mir😉 ).

Auch ich habe als Doktorandin am IHI Zittau das Doktorandenstudium durchlaufen und werde hoffentlich in absehbarer Zeit meine Promotion erfolgreich abschließen. Da das Modell der kooperativen Promotion noch recht jung ist, entwickelt es sich auch stetig weiter und wird kontinuierlich verbessert. Über die Jahre habe ich so einige Entwicklungen miterlebt und es ist eine gute Sache, wenn man selbst aktiv den Prozess mitgestalten kann. Ich bin sehr gespannt, auf die Diskussionsbeiträge und den Erfahrungsaustausch mit Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft zu diesem Thema. Für nähere Infos zu Referenden und Themen bitte hier klicken: http://www.ihi-zittau.de/ZittauerModell2010/

 

 

Wenn ein Song Dich bis in Deine Träume verfolgt

29 Aug

Es ist nun gut 16 Tage her, dass ich bei dem Konzert von Northern Lite auf der Festung Königstein war und ein Song hat sich mir total eingebrannt: 

– Begging You –

Ich habe sogar letzte Nacht die ganze Zeit von dem Song geträumt. Klingt verrückt, ist aber so. Die Stimme von Frontmann Andreas allein ist ja schon … (dafür muss man noch ein Adjektiv erfinden, welches dem gerecht wird), aber wenn dann Sängerin Maria von Chapeau-Claque dazu kommt, dann kann man sich dem nicht mehr entziehen. Was für ein Song!

Gern würde ich Euch den ganzen Song hier posten, aber die Künstler wollen ja auch was verdienen und demzufolge sind nur Snippets verfügbar. Ich habe eine Live-Version gefunden, die aber qualitativ nicht ganz an die Platte rankommt.

Also hier das Snippet:

Maria ist auch stimmlich bei dem Song Run vertreten und auch dort überzeugt die Kombination. Aber es sind nicht nur die Stimmen allein, sondern auch die Texte und der einzigartige Sound. Die Songs Home und Japan, sowie Say My Name auf der Platte Letters &  Signs Part Two sind ebenfalls ziemlich gute Stücke. Es lohnen sich eigentlich beide Scheiben, also Letters & Signs Part One und Part Two. Die harmonische Verbindung von elektronischen Elementen, Gitarrensounds und der Stimme(n) schafft eine einzigartige Atmosphäre, mit absolutem Wiedererkennungseffekt. Wenn der Song Japan (Part Two) im Auto läuft, sollte ich besser rechts ran fahren, weil der mich so erdet, dass es fast eine meditative Wirkung hat. Was man mit Musik so alles erreichen kann…

Siehe auch: Konzertbericht Northern Lite

Konzertbericht Northern Lite Festung Königstein

15 Aug

Northern Lite BandGestern gastierten Northern Lite auf der Festung Königstein, in der Sächsischen Schweiz und gaben ein Konzert zu ihrer Letters & Signs Tour 2010. So gegen 20 Uhr sind wir vor der Festung eingetroffen. Schon die Ansicht von außen wirkte sehr imposant und ich war gespannt, wie sich das Innere präsentiert.

Der Einlass ging schnell und problemlos. Um die Festung zu erklimmen, war ein riesiger Fahrstuhl mit Lift-Boy da. Das ist doch mal Service.

Oben angekommen hinterließ der Anblick der Location nur noch begeisterte Gesichter. Es ist kaum zu beschreiben, weil es ziemlich viele Eindrücke waren. Der Blick von der Festung ist schon mal gigantisch. Man ist dem Himmel ein Stück näher. Das gemütliche Ambiente im Hof wurde durch die tolle Beleuchtung noch untermalt.

Location Festung KönigsteinÜberall kleine Stände mit Getränke- und Speisenangeboten, ließen kaum lange Wartezeiten entstehen. Trotz des großen Platzangebotes wirkte es dort eher intim und gemütlich, weil sich alles gut verteilte. Die Verbindung aus den alten Mauern der Festung und dem neuen Interior der Veranstaltungslocation ist sehr harmonisch gelungen. Man fühlt sich sofort wohl und zum Bleiben eingeladen. Und ich bekam sogar einen tollen Platz, von dem ich eine gute Sicht auf die Bühne hatte. Deshalb habe ich auch ein paar Videos und Bilder für Euch mitgebracht.

So gegen 21:15 Uhr betraten Northern Lite die Bühne und begannen natürlich mit dem Song „In Japan“, von Ihrem neuen Album Letters & Signs Part Two (2010).

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Liebe ist wie eine Thunfischpizza …

9 Aug

Das mit der Liebe haben ja schon viele versucht zu erklären, aber so süß und dabei so treffend können es nur Kinder. Es kann so einfach sein, dass mit der Liebe.

An der Frage haben schon Philosophen, Dichter und Denker aller Länder sich die Zähne ausgebissen. Wenn mal wieder schwierige Fragen aufkommen, fragt doch mal die Kinder! Jetzt wisst Ihr also wie das mit der Liebe ist. Sie ist wie eine Thunfischpizza😉

UPDATE: Also Ladies aufpassen, wenn Euch einer bittet ihn am Knie anzufassen, dann werdet Ihr ausgetrickst😉

Aus Minute 2:38 bis 2:40 könnte man ein eigenes Video machen. „Finde die Liebe is  scheiße!“🙂

Hochwasser in der Oberlausitz

8 Aug

Hochwasser Baruth Straßen unter WasserKürzlich wünschte ich mir noch Regen. Doch man sollte mit seinen Wünschen vorsichtig sein, denn sie könnten in Erfüllung gehen. Das nenne ich mal Ironie des Lebens. Der Regen kam und das so heftig, dass die Flüsse über die Ufer getreten sind. Orte wie Görlitz, Zittau und die umliegenden Dörfer hat es hart getroffen. Im Dreiländereck Polen, Tschechien und Deutschland herrscht Katastrophenalarm. Die Neiße tritt über die Ufer und reißt mit sich, was sie zu fassen bekommt. Auch in Bautzen ist die Spree über die Ufer getreten. In unserer kleinen Gemeinde Malschwitz gibt es aus den Orten Baruth, Brießnitz und Rackel kaum einen Weg nach draußen. Alle Zufahrtswege sind gesperrt, da das Wasser der Flüsse die Straßen unterspült hat. Nur wer sich sehr gut auskennt, kann über höher gelegene Feldwege ins Nachbardorf gelangen.  Weiterlesen

Eagles of Death Metal – Schönes WE

6 Aug

Anbei ein musikalischer Gruß zum Wochenende von Eagles of Death Metal. Der Typ wirkt zwar ein wenig strange und amüsant, aber rocken können die gut. Viel Spaß damit.

Der Song heißt: I want yout so hard (Boy’s Bad News) und die Scheibe auf der der Song drauf ist, heißt Death By Sexy. Bei Amazon kann man mal reinhören und auch auf myspace findet man ein paar gute Songs von ihnen. Also dann mal allen ein schönes WE und rock on😉

Urlaub – die schönste Zeit des Jahres und dann kam alles anders …

1 Aug

Flugzeug Airline Sky

Vor gut 10 Tagen war es endlich soweit, der Urlaub sollte beginnen. Wie immer war ich todmüde, da wir bereits gegen 6 Uhr früh am Flughafen sein sollten. Aber ok, im Urlaub kann ich mich ja dann ausschlafen. Ursprünglich wollten wir eigentlich nach Kroatien und dort durch das Land reisen. Leider hat das nicht ganz so geklappt, da man in der Hauptsaison kaum ein Bett für nur ein bis zwei Tage an einem Ort bekommt und ich zelten nicht mehr so als erste Wahl sehe. Nun gut, dann haben wir ein total romantisches Hotel an der Südküste in Antalya aufgetan. Kann man auch machen, dachte ich. Klar, Antalya ist ne ziemliche Touristenhochburg, aber mit einem Mietwagen kann man da bestimmt schnell raus und auf eigene Faust das Land erkunden.

Angekommen in Antalya hat es mich fast erschlagen. Die haben eine dermaßen hohe Luftfeuchtigkeit bei 40°C Temperatur und knallender Sonne. Überrascht hat mich das weniger, da man das ja vorher lesen konnte. Aber es schnürt einem schon echt den Hals ab und der Körper ist ziemlich platt. Nun ging es per Transfershuttle zu unserem Hotel. Dort war schon das erste Highlight. Der Transferservice wollte gern 10 € Trinkgeld haben. Hut ab, für 10 Minuten Fahrt, das ist ja mal ein ordentlicher Zusatzstundenlohn. Ein Job der sich also lohnt. Weiterlesen

ERGO Versichern heißt verstehen…

19 Jul

Soeben habe ich einen mir bisher unbekannten Werbespott der Versicherungsgruppe ERGO angesehen, der mich echt angesprochen hat. Ich schaue mir ziemlich oft Werbung an und überlege, wie sie versucht ihre Kunden zu erreichen. Versicherungen haben das bisher eher mit mäßigem Erfolg getan. Es gibt Konzepte welche vom Schrotflintenprinzip, bis hin zum „Schockerlebnis“ alles probiert haben. Wir erinnern uns gern an die Versicherung Hannoversche Leben, die doch glatt mal das Familienoberhaupt der Familie Wittig von einem Baum erschlagen lassen hat, um dann den Nutzen des Hinterbliebenenschutzes zu demonstrieren. Auch wenn Frau Engelke dies moderiert, wirkt es irgendwie wenig lustig und auch nicht wirklich vertrauenserweckend.

Was macht also die ERGO Versicherungsgruppe anders, dass ich sage: „Guter Spot und trifft genau in’s Schwarze!“? Ganz einfach: Bei dem Konzept des Spots wurden die Bedürfnisse der Kunden und das allgemeine Imageproblem von Versicherungen berücksichtigt. Kunden wollen Aufklärung in ihrer Sprache und Produkte, die ihnen wirklich nützen. Versicherungen haben also das Problem, dass man ihnen nicht vertraut und stets denkt, die würden einem alles verkaufen, auch wenn man es nicht braucht. Meistens versteht man ja doch nur die Hälfte, von dem was dort angeboten wird und was in den Papieren steht. Hier nun der Spot der ERGO Versicherungsgruppe, die kein konkretes Produkt bewirbt, sondern eher eine Imagekampagne startet, in dem man darauf setzt, dass man den Kunden nun endlich verstehen will – Dialog auf Augenhöhe also.

Aber wer kennt das nicht, der Versicherungsvertreter sitzt abends bei einem zu Hause und erzählt seit zweieinhalb Stunden, wie wichtig doch diese und jene Absicherung ist und man kann ja dabei sogar noch sparen und dann würden ja auch noch Zinseffekte eine Rolle spielen und sowieso und überhaupt, wenn man nun das super KombiPlusPaket abgeschlossen hat, dann kann ja gar nichts mehr passieren. Inhaltich ist man nach ungefähr 20 Minuten Hardcoreverkaufsgespräch ausgestiegen und würde nun fast alles abschließen, damit der Typ endlich geht und man vielleicht doch noch vor dem Nachtjournal ins Bett kommt.

Der toughe Kunde bittet dann darum, dass der Herr Vertreter doch seine Unterlagen da lassen soll, damit man dann im Familienrat darüber tagen kann. In der Zwischenzeit ruft man eilig ein paar Freunde an und fragt sie, welche Super-Versicherungen sie haben und welcher Anbieter vertrauenswürdig ist. Sicher sein kann man aber nie, denn selbst die Freunde können sich ja von irgendeinem „schwiegermutterverkaufenden-Versicherungsvertreter“ was aufschwatzen lassen haben. Und am Ende fühlt man sich trotzdem irgendwie verar… – egal bei wem man nun das tolle Angebot unterzeichnet hat.

Und genau hier setzt die ERGO Versicherungsgruppe mit ihrem Spot an. Sie bekämpft das Vertrauensproblem, in dem es direkt kommuniziert wird. Wenn nun der Inhalt auch noch stimmt, was die Verpackung verspricht, dann ist das eine super Sache. Doch sind wir mal ehrlich, wir wissen alle, dass Versicherungen keine Hilfsorganisationen sind und weniger um das Wohl ihrer Kunden als oftmals mehr an das Wohl ihrer Bilanzen und Aktien denken. So beißt sich also die Katze in den Schwanz. Das Prinzip bleibt das Gleiche, aber der Spot ist trotzdem gut gemacht.

Blogbilanz und neues Design

17 Jul
Fotografin: Gaby Kempf Quelle: pixelio.de

Tja, alles neu macht der Mai. Ok, nun ist es Juli. Nach über einem Jahr mit meinem Blog ist es nun mal Zeit für ein neues Design. Ich bin zwar nicht unbedingt der Rosa-Prinzessinnen-Typ, aber irgendwie finde ich das Theme total ansprechend und harmonisch. Wenn man mal Bilanz zieht, zum Thema Blog, dann muss ich sagen, dass es nicht immer so leicht ist. So ein Blog wird ja häufig als Tagebuch bezeichnet, aber mal ehrlich, würdet Ihr die Inhalte Eures Tagebuches gern im Netz posten? Also ich sicher nicht. Könnte daran liegen, dass ich kein Tagebuch habe. Liegt’s es aber nicht. Vielmehr ist es darin begründet, dass ich manchmal zu „verkopft“ bin und mir ziemlich viele Gedanken mache, welche Dinge für die Öffentlichkeit sind und welche nicht. Oft versuche ich es damit zu umgehen, dass ich brisante bzw. sehr persönliche Themen nicht anschneide oder sie so verpacke, dass sie „entschärft“ sind. Weiterlesen

Der Weg ist das Ziel

13 Jul
Der Weg

Fotografen: Claudia und Ralf Küppers; Quelle: pixelio.de

Heute habe ich mal wieder einer „Verteidigung“ eines Dissertationsprojektes einer Freundin beigewohnt. Das ist dann quasi fast die letzte Hürde, die dem Promovenden bevorsteht, um den Grad des Doktors zu erlangen. Irgendwie ist das schon verrückt. Nun bin ich schon ein paar Jahre selbst dabei und man betrachtet solche Veranstaltungen auch immer vor dem Hintergrund, dass man eines Tages (hoffentlich) selbst dort steht. Die Aufregung und die Angespanntheit ist den Kollegen, Freunden und Familienmitgliedern anzusehen. Es geht eine arbeitsintensive, erlebnisreiche und prägende Zeit damit zu ende. Und dann…

Ich fragte auch diesmal „Und wie fühlst Du Dich?“. Antwort: “ Mhh…normal, war nicht so aufgeregt. Wenn Du erst mal zwei Kinder hast, dann ist das alles anders.“ Einige sagten, dass nachher eine Leere eintritt. Das kann ich gut nachvollziehen. Man arbeitet manchmal auch wie besessen auf ein Ziel hin und dann, wenn man es erreicht hat… Was kommt dann? Es hat vorher so viel Platz in deinem Leben eingenommen und nun?

Ich glaube, dass es wichtig ist, wenn man ein Ziel ganz fest vor Augen hat und es mit Nachdruck verfolgt, dass man dabei das Leben nicht vergisst. Die Arbeit soll auch Spaß machen und bereits auf dem Weg zum Ziel wenigstens manchmal ein gutes Gefühl bereiten, denn irgendwie kann das Gefühl bei der Überquerung der Zielgerade oft nicht dem standhalten, was man erhofft hatte. Die Aussage, dass ihre zwei Kinder da so einiges im Kopf verändert haben, finde ich wirklich positiv. Ich habe zwar selbst keine Kinder, aber ich weiß nur zu gut, dass es oft kontraproduktiv ist, wenn man sich selbst total vergisst.

Die Relationen können so leicht verschwimmen und manche Konsequenzen sind weitreichender als man denkt. Es heißt nicht, dass man sich nicht mit Leidenschaft und verstärkten Prioritäten auf Dinge einlassen sollte. Man sollte aber den Blick für das Wesentliche nicht verlieren. Das Leben ist zu kurz, um nach Jahren der Selbstaufgabe zu merken, dass es nicht nur das eine wichtige Ziel gibt. Diese Erfahrung musste ich doch schon oft machen und arbeite nun daran, manche Dinge mit dem nötigen Abstand zu betrachten. Alles geht mal vorbei und wenn man am Ende nicht sagen kann, es war schön den Weg zu gehen und es womöglich keine neuen Ziele oder andere wichtige Dinge gibt, dann wird es am Ende des Weges finster.

Here comes the rain again?

13 Jul

Heute früh dachte ich noch, dass meine Gebete erhört würden und wir mal etwas Regen bekommen und tatsächlich es waren um genau zu sein drei Tropfen, die vermutlich bevor sie auf die Erde gefallen sind, in der Luft verdunsteten. Was ich aber gefunden habe, ist ein toller Song von Eurythmics, der zumindest im übertragenen Sinne was mit Regen zu tun hat.

Gestern habe ich mir mal ein paar Tipps geholt, was man machen kann, damit man am Schreibtisch nicht völlig zerfließt.

  • T-Shirt nass machen und anziehen (Ladies: bitte ein dunkles Shirt verwenden😉 )
  • Schüssel mit kaltem Wasser unter den Tisch stellen und Füße rein (aufpassen und nicht umkippen, wenn die Technik in der Nähe ist)
  • Handgelenke ein paar Minuten unter kaltes Wasser (regt Kreislauf an)
  • Viel trinken (Bierchen erst zum Feierabend😉 ) und nebenbei ein Eis

Was macht Ihr denn so, damit man bei der Hitze noch produktiv sein kann?

Wer bei dem Song von Eurythmics Kreislaufversagen befürchtet, dem empfehle ich dann mal die Weather Girls:

 

Wie BP Probleme löst

12 Jul

Folgender Beitrag zeigt das eindrucksvolle Krisenmanagement von BP.😉

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