Blogbilanz und neues Design

17 Jul

Fotografin: Gaby Kempf Quelle: pixelio.de

Tja, alles neu macht der Mai. Ok, nun ist es Juli. Nach über einem Jahr mit meinem Blog ist es nun mal Zeit für ein neues Design. Ich bin zwar nicht unbedingt der Rosa-Prinzessinnen-Typ, aber irgendwie finde ich das Theme total ansprechend und harmonisch. Wenn man mal Bilanz zieht, zum Thema Blog, dann muss ich sagen, dass es nicht immer so leicht ist. So ein Blog wird ja häufig als Tagebuch bezeichnet, aber mal ehrlich, würdet Ihr die Inhalte Eures Tagebuches gern im Netz posten? Also ich sicher nicht. Könnte daran liegen, dass ich kein Tagebuch habe. Liegt’s es aber nicht. Vielmehr ist es darin begründet, dass ich manchmal zu „verkopft“ bin und mir ziemlich viele Gedanken mache, welche Dinge für die Öffentlichkeit sind und welche nicht. Oft versuche ich es damit zu umgehen, dass ich brisante bzw. sehr persönliche Themen nicht anschneide oder sie so verpacke, dass sie „entschärft“ sind.

Ich glaube, dass es sehr vielen Bloggern so geht. Jeder hat Geschichten oder Erlebnisse, die durchaus sehr interessant sind und mit Sicherheit eine Leserschaft finden. Aber irgendwie erzählt man so etwas dann doch lieber einem Freund bei nem Glas Rotwein. Was kann also so ein Blog? Menschen zusammenbringen, die sich sonst nicht kennengelernt hätten, den Trieb nach Selbstdarstellung befriedigen, Unterstützung zur Selbstreflektion bieten. Anderen Leuten das Gefühl geben, Dich zu kennen? Das wohl eher nicht. Es kann Menschen durchaus verbinden, aber doch immer auf eine sehr oberflächliche Art und Weise. Was aber ein Blog gut kann, ist Informationen transportieren, kleine „persönliche“ Einblicke in die Sicht Anderer gewähren und Dialog anregen. Ein Blog kann also sicherlich nicht das Tagebuch oder ein gutes Gespräch mit Freunden ersetzen. Er kann aber sehr wohl unterhalten, interessieren und ein wenig in die Sichtweisen, Interessensgebiete verschiedenster Menschen Einblick verschaffen. Er ist also persönlicher wie die Tageszeitung, aber nicht so persönlich wie ein Tagebuch. 

Was mir aufgefallen ist, dass man unbedingt Lust zum Schreiben haben muss. Und da das bei mir eher phasenweise so ist, gibt’s auf meinem Blog auch immer mal ein paar Tage hintereinander neue Posts und dann ist wieder ne Weile Ruhe. Aus meiner Forschungsarbeit zum Thema Corporate Blog habe ich natürlich gelernt, dass es durchaus ratsam ist, eine Kontinuität zu wahren, wenn man Leser binden möchte. Im Privatbereich ist das nicht wirklich so dramatisch, weil ich nicht meinen Bekanntheitsgrad steigern oder  mein Image aufbauen möchte. Klar freut man sich über Leser und Kommentare, aber es gibt keinen Druck, dass ich was veröffentlichen muss, damit ich eine „Quote“ erfülle.

Zusammenfassend kann ich also sagen, bloggen ist nicht immer einfach, es macht Spaß und ist irgendwie wie eine Reise ohne Landkarte. Man kommt an ganz verschiedene Orte und erlebt immer wieder neue Geschichten.

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3 Antworten to “Blogbilanz und neues Design”

  1. itodito Juli 19, 2010 um 7:39 am #

    Schön gesagt, ich überlege auch immer ob mein Schreibstil der Allgemeinheit was angeht…

    • Stefanie Juli 19, 2010 um 6:01 pm #

      Ich mag Deinen Schreibstil sehr gern, aber das weißt Du ja. 🙂

      • itodito Juli 19, 2010 um 8:37 pm #

        Danke Dir 🙂

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