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Radio Fritz setzt KenFM wegen unhaltbarer Antisemitismus-Vorwürfe ab!

7 Nov

Kein Statement – nur ein simples Abschalten. Henryk M. Broder beschwert sich beim RBB per Mail, dass Jebsen irre und ein Antisemit sei. Reaktion – Sendung abgeschalten. Hörer laufen Sturm und fordern Statement. Radio Fritz gibt auch Stunden nachher keinen Kommentar ab. Wurde da dem RBB in die Karten gespielt, weil Jebsen unbequem ist und abseits des Dudelfunkes auch gesellschaftskritische und politische Themen von mehreren Seiten beleuchtet? Jebsen, eine Institution auf Fritz, ein Mann mit Rückgrat wird unter fadenscheinigen Gründen ausgeschaltet. Jeder der Jebsen nur ein wenig zuhört, weiß dass diese Vorwürfe unhaltbar sind. Fritz beraubt sich selbst seiner letzten guten Sendung, für die Hörer gern GEZ zahlen, weil der Mehrwert stimmt und der Bildungsauftrag erfüllt wird. Jebsens Hörer sind keine Schafe, sie werden das nicht hinnehmen und wissen um den Wert der Arbeit von KenFM. Hier das Statement von Ken Jebsen zu den Vorwürfen: 

Es zeugt von Größe und Dialogbereitschaft! Da hat Jebsen seinem Mutterschiff so einiges voraus. Das danken ihm seine Hörer durch Loyalität und Treue. Hier sind Fritz und der RBB deutlich zu weit gegangen und das hat Kosequenzen: Vertrauensverlust, Imageschaden, Hörerabwanderung und mit Sicherheit eine breit angelegte öffentliche Diskussion und auch Gegendemonstrationen sind im Gespräch.

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ERGO Versichern heißt verstehen…

19 Jul

Soeben habe ich einen mir bisher unbekannten Werbespott der Versicherungsgruppe ERGO angesehen, der mich echt angesprochen hat. Ich schaue mir ziemlich oft Werbung an und überlege, wie sie versucht ihre Kunden zu erreichen. Versicherungen haben das bisher eher mit mäßigem Erfolg getan. Es gibt Konzepte welche vom Schrotflintenprinzip, bis hin zum „Schockerlebnis“ alles probiert haben. Wir erinnern uns gern an die Versicherung Hannoversche Leben, die doch glatt mal das Familienoberhaupt der Familie Wittig von einem Baum erschlagen lassen hat, um dann den Nutzen des Hinterbliebenenschutzes zu demonstrieren. Auch wenn Frau Engelke dies moderiert, wirkt es irgendwie wenig lustig und auch nicht wirklich vertrauenserweckend.

Was macht also die ERGO Versicherungsgruppe anders, dass ich sage: „Guter Spot und trifft genau in’s Schwarze!“? Ganz einfach: Bei dem Konzept des Spots wurden die Bedürfnisse der Kunden und das allgemeine Imageproblem von Versicherungen berücksichtigt. Kunden wollen Aufklärung in ihrer Sprache und Produkte, die ihnen wirklich nützen. Versicherungen haben also das Problem, dass man ihnen nicht vertraut und stets denkt, die würden einem alles verkaufen, auch wenn man es nicht braucht. Meistens versteht man ja doch nur die Hälfte, von dem was dort angeboten wird und was in den Papieren steht. Hier nun der Spot der ERGO Versicherungsgruppe, die kein konkretes Produkt bewirbt, sondern eher eine Imagekampagne startet, in dem man darauf setzt, dass man den Kunden nun endlich verstehen will – Dialog auf Augenhöhe also.

Aber wer kennt das nicht, der Versicherungsvertreter sitzt abends bei einem zu Hause und erzählt seit zweieinhalb Stunden, wie wichtig doch diese und jene Absicherung ist und man kann ja dabei sogar noch sparen und dann würden ja auch noch Zinseffekte eine Rolle spielen und sowieso und überhaupt, wenn man nun das super KombiPlusPaket abgeschlossen hat, dann kann ja gar nichts mehr passieren. Inhaltich ist man nach ungefähr 20 Minuten Hardcoreverkaufsgespräch ausgestiegen und würde nun fast alles abschließen, damit der Typ endlich geht und man vielleicht doch noch vor dem Nachtjournal ins Bett kommt.

Der toughe Kunde bittet dann darum, dass der Herr Vertreter doch seine Unterlagen da lassen soll, damit man dann im Familienrat darüber tagen kann. In der Zwischenzeit ruft man eilig ein paar Freunde an und fragt sie, welche Super-Versicherungen sie haben und welcher Anbieter vertrauenswürdig ist. Sicher sein kann man aber nie, denn selbst die Freunde können sich ja von irgendeinem „schwiegermutterverkaufenden-Versicherungsvertreter“ was aufschwatzen lassen haben. Und am Ende fühlt man sich trotzdem irgendwie verar… – egal bei wem man nun das tolle Angebot unterzeichnet hat.

Und genau hier setzt die ERGO Versicherungsgruppe mit ihrem Spot an. Sie bekämpft das Vertrauensproblem, in dem es direkt kommuniziert wird. Wenn nun der Inhalt auch noch stimmt, was die Verpackung verspricht, dann ist das eine super Sache. Doch sind wir mal ehrlich, wir wissen alle, dass Versicherungen keine Hilfsorganisationen sind und weniger um das Wohl ihrer Kunden als oftmals mehr an das Wohl ihrer Bilanzen und Aktien denken. So beißt sich also die Katze in den Schwanz. Das Prinzip bleibt das Gleiche, aber der Spot ist trotzdem gut gemacht.

Blogbilanz und neues Design

17 Jul
Fotografin: Gaby Kempf Quelle: pixelio.de

Tja, alles neu macht der Mai. Ok, nun ist es Juli. Nach über einem Jahr mit meinem Blog ist es nun mal Zeit für ein neues Design. Ich bin zwar nicht unbedingt der Rosa-Prinzessinnen-Typ, aber irgendwie finde ich das Theme total ansprechend und harmonisch. Wenn man mal Bilanz zieht, zum Thema Blog, dann muss ich sagen, dass es nicht immer so leicht ist. So ein Blog wird ja häufig als Tagebuch bezeichnet, aber mal ehrlich, würdet Ihr die Inhalte Eures Tagebuches gern im Netz posten? Also ich sicher nicht. Könnte daran liegen, dass ich kein Tagebuch habe. Liegt’s es aber nicht. Vielmehr ist es darin begründet, dass ich manchmal zu „verkopft“ bin und mir ziemlich viele Gedanken mache, welche Dinge für die Öffentlichkeit sind und welche nicht. Oft versuche ich es damit zu umgehen, dass ich brisante bzw. sehr persönliche Themen nicht anschneide oder sie so verpacke, dass sie „entschärft“ sind. Weiterlesen

Wenn Arbeit zum Vergnügen wird…

8 Jun

Interviews mit Blogbetreibern

Heute ist mir mal danach, einen Beitrag über meine Arbeit zu schreiben. Wie man ja in „Über mich“ lesen konnte, schreibe ich an meiner Doktorarbeit. Sicher denken viele „Oh wie langweilig und trocken, so eine wissenschaftliche Arbeit.“. Doch dem möchte ich gern widersprechen. Im Rahmen meiner Forschung führe ich Interviews mit Blogbetreibern durch, um von Ihnen zu hören, welche Erfahrungen sie mit dem Medium Blog (Corporate Blog im Speziellen) gemacht haben und wie sie damit umgehen. Vor ungefähr einer Stunde hatte ich gerade wieder eines und es wurde wirklich ein sehr schönes Gespräch. Das Interview (für die Methodiker: es handelt sich um problemzentrierte Interviews) als Form der Datengewinnung ist eine wirklich wunderbare Methode, um sehr facettenreiche Informationen zu erhalten. Und das schönste daran ist, dass man ganz unterschiedliche Menschen und ihre Geschichten kennenlernt.

Kontakte knüpfen und erste Interviewerfahrungen

Bei meinen ersten Interviews war ich unheimlich aufgeregt, aber mittlerweile genieße ich die Gespräche sehr, da ich bisher ausnahmslos sympathische und aufgeschlossene Menschen kennen gelernt habe. Ich hätte zu Beginn meiner Arbeit nicht gedacht, dass es so viele Menschen gibt, die mich bei meinem Forschungsprojekt durch ein Interview unterstützen. Häufig bezahlen Marktforschungsinstitute viel Geld, um an ihre Daten zu kommen. Dem Doktoranden fehlen natürlich solche Ressourcen. Es ist grundsätzlich eine weit verbreitete Angst bei Doktoranden und oft auch keine unbegründete, dass man keinen Rücklauf bekommt. Vielen meiner Kollegen ist es schon so ergangen, dass sie Fragebögen versendet haben und kaum eine Antwort erhielten. Das ist natürlich der Alptraum eines jeden Forschers.

Menschen, die mich überraschen und ihre Geschichten, die mich begeistern

Das Besondere bei Interviews ist, dass man so viele unterschiedliche Menschen erleben kann und sich oft tolle Gespräche entwickeln. Somit ist es nicht nur für meine Arbeit bereichernd, sondern auch für mich persönlich. An dieser Stelle muss ich den Bloggern mal ein Kompliment aussprechen: Sie sind wirklich sehr hilfsbereit, herzlich und unkompliziert. Es gibt sogar Leute, die sich über das Interview hinaus engagieren und mich unterstützen, in dem sie mich ihren Kontakten vorstellen. Toll, so viel Selbstlosigkeit haut mich echt um. Unter solchen Umständen wird Arbeit echt zum Vergnügen. 🙂 DANKE!

Gesetz zur Netzsperre ausgetauscht?

10 Feb

Wie die Medien berichten, soll das Gesetz zur Netzsperre vom Tisch sein. Ein Aufatmen für alle, die sich so massiv für unsere Meinungsfreiheit eingesetzt haben…?

Leider noch nicht ganz. Das Gesetz zur Netzsperre wird durch ein Gesetz zum Löschen ersetzt. Die Inhalte hierbei sind noch unklar. Da auch dieses Gesetz eine Probezeit bekommt, ist fraglich, wie sich das Gesetz entwickelt, wenn es evaluiert wurde. Weitere Infos siehe Quellen.

Quellen:
netzpolitik
Internet-Law

Verwandte Artikel:

Befristung Netzsperrengesetz
Bundesrat genehmigt Gesetzesentwurf  zur Netzsperre
Gesetzesentwurf Netzsperrengesetz

FOCUS Titelstory spaltet Deutschland

2 Feb

Quelle: pixelio.de Fotograf Rolf Handke

Der FOCUS spaltet mit seiner 5. Ausgabe vom 1.02.2010 ein noch nicht all zu lang vereintes Deutschland. Die Titelüberschrift „Und wer hilft jetzt dem Westen? Wie der Aufbau Ost die alte Bundesrepublik ruiniert“ sorgt für Aufsehen; ohne Zweifel. Es ist mir aber unbegreiflich, wie man so unverantwortlich handeln kann. Die Medien wissen, was für eine Macht sie haben und wie stark ihr  Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung ist. Sie nehmen in Kauf, dass sich wieder Fronten zwischen Ost und West in den Köpfen bilden. Jahrelang wurde zwischen Ost und West immer unterschieden und zwar nicht nur geografisch. Man spricht von den alten und den neuen Bundesländern, von Ossis und Wessis. Als 1989 die Mauer fiel, so blieb bei vielen eine Mauer bestehen. Diese zu durchbrechen war wesentlich schwieriger. Kein schweres Gerät konnte helfen. Es handelt sich um die Mauer im Kopf, welche so standfest war und teilweise ist, dass es Jahrzehnte dauerte, um sie einzureißen.  Nach einiger Zeit des Annäherns aneinander, des Erlebens miteinander und Lernens durcheinander ist die Kluft in den Köpfen zwischen Ost und West kleiner geworden. Neue Generationen wachsen heran, die diesen Unterschied gar nicht kennen. So sollte  es ja auch sein. Was macht der FOCUS? Er baut die Mauer wieder auf. Es wäre zu traurig, wenn ein Volk, was durch fremde Hand geteilt wurde und nun wieder vereint ist, sich im Kopf auf ewig entzweit. Es ist mir durchaus bewusst, dass auch der FOCUS ein Profit-Unternehmen ist, welches Gewinne erwirtschaften möchte, allerdings sehe ich hier wieder einen klaren Zielkonflikt zwischen seriöser und umfassender Information des Lesers und der Verkaufsunterstützung mittels reißerischen Schlagzeilen und Storys.

McDonald’s free coffee

3 Jan

Werbung zu machen, die ihre Kunden auch erreicht wird zunehmend schwerer. Wie erregt man mit einem Plakat an der Bushaltestelle die Aufmerksamkeit der Passanten? McDonald’s macht’s vor:

Es ist anzunehmen, solange diese Werbeform noch recht neu ist, dass sie unser Filtersystem noch umgehen kann. Gut gemacht, kann ich da nur sagen!

Köhler verweigert Unterschrift zum Netzsperrengesetz

30 Nov

Bundespräsident Horst Köhler verweigert vorerst seine Unterschrift unter das Gesetz zur Internetsperre. Köhler verlangt weitere Informationen von der Bundesregierung, bevor er unterschreibt. Die FDP macht Druck und legt den Fokus in der Ausführung nun nicht mehr auf das Sperren sondern auf das Löschen kinderpornografischer Inhalte. Viele Experten sehen in diesem Gesetz einen Beginn der Internetzensur und warnen vor Ausbreitung solcher Maßnahmen, welche uns letztendlich in unserer Freiheit beschneiden. Ein Gesetz was von der alten Bundesregierung auf den Weg gebracht wurde und nun keiner mehr zu wollen scheint…

Quellen:
Zeit online
Spiegel
FAZ

Artikel zum Thema auf diesem Blog:
Befristung  Netzsperrengesetz
Zensurgesetz vom Bundesrat genehmigt
Entscheidung zur Netzsperre ist gefallen
Morgen wird über unsere Freiheit entschieden
Nein zur Internetzensur

Google Wave

9 Okt

google waveGoogle hat es mal wieder geschafft die Welt zu überraschen. Die neuste Kreation im Entwicklungsstatus heißt Google Wave. Dabei handelt es sich um eine KommunikationsplattformIn dieser Plattform werden sämtliche Kommunikationsformen miteinander vereint. Echtzeitkommunikation wie z.B. Chats (also die synchrone Kommunikation) und E-Mail (asynchrone Kommunikation) in einem. Das ist aber noch längst nicht alles. Seht selbst http://wave.google.com/help/wave/about.html
Beeindruckend! Wenn sich Google Wave etablieren sollte, dann werden die Möglichkeiten und Funktionalitäten dieser Kommunikationsplattform uns dazu bringen, dass wir uns noch einmal neu orientieren müssen, in unserem Nutzungsverhalten. Wir werden E-Mails anders lesen. Wir werden bei der Echtzeitkommunikation lernen müssen, erst zu denken und dann zu schreiben – nicht das man das jetzt nicht auch schon sollte, aber da das Gegenüber bereits während der Eingabe alle Zeichen sehen kann, ist das Löschen einer unvorteilhaften Wortwahl zwecklos. Der Ansatz ist jedenfalls wirklich gut. Es gibt mittlerweile so viele Tools und Zugänge, so dass eine gemeinsame Plattform dort sicherlich etwas mehr Übersichtlichkeit rein bringen kann und die Effektivität steigert. Ich bin gespannt, wie sich diese Plattform auf unser Kommunikationsverhalten im Web auswirkt.

Überwachung und Zensur für unsere Sicherheit?

18 Sep

Auf Spreeblick gefunden ein Video zum Überwachungsstaat von Alexander Lehmann.

Es ist zwar etwas polemisch, aber vielleicht hilft es ein wenig dabei Aufklärung zu leisten. Es geht hier sicher nicht nur um die CDU, auch wenn Frau von der Leyen hier eine zentrale Rolle übernommen hat. Am Ende des Clips ist noch mal das Abstimmungsverhalten der einzelnen Parteien zur Internetsperre zu sehen. Es sollte also helfen zu durchschauen, mit welchen Mitteln hier versucht wird den Wahlkampf zu bestreiten.

Zensursula fordert Benimmregeln im Internet

24 Jul

Auf basicthinking gelesen: Zensursula will einen Verhaltenscodex für das Internet entwickeln lassen. Man, die Frau weiß auch wirklich nichts. Ich sag nur

Zum einen reguliert sich die Community selber im Internet und es gibt doch schon fast überall eine Netiquette. Zweiter Punkt ist, dass man nie alles kontrollieren kann…im Internet nicht und auch nicht in der Offline-Welt. Zensursula glaubt wohl wirklich, dass das Web die Achse des Bösen ist. Ja, ja…früher war alles besser…

Die gelebte Freiheit und Demokratie im Web kann manchen Politikern schon mal den Angstschweiß auf die Stirn treiben.

Killerspiele für Kinder…

16 Jul
Nun habe ich ein Killerspiel entdeckt, welches grausamer nicht sein kann und zu allem Übel ist es auch noch für Kinder: „Schlag den Hamster!“. Hier soll mit reiner körperlicher Gewalt und einem Hammer den kleinen süßen Hamstern auf den Kopf geschlagen werden, sobald diese aus ihrem Versteck kommen.

Killerspiel: Schlag den Hamster I

Wir alle können uns ja denken was praktizierte Gewalt an Tieren in der frühkindlichen Phase anrichten kann. Kaum auszudenken… Da unsere Politik aber so ein wachsames Auge hat, wird sie wohl hoffentlich bald reagieren und solche potenziellen Gefahren aus unser aller Leben verbannen. Man sollte glaub ich auch solche Kinder-Killer-Spiele wie Räuber und Gendarm verbieten. Sowas kann ja schnell zur Gefahr für Leib und Leben werden… Es gibt noch so viel zu tun.

Ich melde also dringenden Handlungsbedarf an Zensursula und CDU-Generalsekretär Thomas Strobl…

PS: Hier der Link zur Onlinepetition Gegen ein Verbot von Action-Computerspielen.

 

Befristung von Netzsperrengesetz auf 3 Jahre

11 Jul

Wie die Netzzeitung berichtete ist das Gesetz zur Bekämpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen auf drei Jahre befristet. Das bedeutet, dass es also vor Ablauf der Dreijahresfrist evaluiert werden muss. Ich habe mal versucht mich schlau zu machen, wie so eine Evaluation vorgenommen wird und wer dort nach welchen Kriterien evaluiert. Dann würde mich interessieren wie dieses Gesetz dann nach drei Jahren wieder auf den Prüfstand gestellt werden wird. Bisher habe ich nur lesen können, dass die   Ministerien bei befristeten Gesetzen auf Landesebene  in eigener Verantwortung entscheiden, wie die Überprüfung erfolgt und wen sie um Stellungnahme bitten. Die Ressorts legen die befristeten Vorschriften 18 Monate vor Ablauf ihrer Geltungsdauer unter Beifügung des Begleitbogens zur Überprüfung befristeter Vorschriften der bei der Staatskanzlei eingerichteten Arbeitsgruppe Verwaltungsvereinfachung (AVV) vor. Ich habe mal so einen Begleitbogen rausgesucht. Dieser ist vom Hessischen Ministerium des Inneren und für Sport. Ob nun diese Verfahrensweise auch bei Gesetzen auf Bundesebene greift, das weiß ich bisher nicht. Wenn dazu jemand einen Hinweis hat, wäre das sehr hilfreich. In dem Begleitbogen kann man sehen, welche Fragen beantwortet werden müssten. Allerdings stellt sich mir die Frage, wer kontrolliert die Evaluierenden? Wird so eine Evaluation ernst genommen und wie viele negative Punkte müssen zusammen kommen, damit das Gesetz überabreitet oder gekippt wird? Folgend findet Ihr mal einen teilweise kommentierten Begleitbogen Weiterlesen

Bedeutung von 140 Zeichen

29 Jun

Screenshot Twitter Persiankiwi

Screenshot Twitter Persiankiwi

Aufgefallen im ZDF: Ein wichtiger iranischer Twitterer verstummt. Persiankiwi, ein Twitterer aus Teheran, ist verstummt.  Mehr als 38.000 Menschen verfolgten seine Meldungen. Durch die nüchterne Berichterstattung, galt er auch bei vielen Medien als seriöse Quelle. In den letzten Tagen wurde allerdings deutlich Angst und Panik in seinen Zeilen spürbar. Und seit Mittwoch…Funkstille

Wenn sich in einem Land unglaubliche Szenen abspielen, Medien die Berichterstattung untersagt wird, ausländische Journalisten keine Informationen mehr bekommen, dann wird der Hunger nach Informationen sehr groß. Hier entpuppt sich Twitter als Machtmittel und Stimme des Volkes. Die Welt erfährt, was sich für Dramen im Iran abspielen. Informationen können in Echtzeit übertragen werden und Verzerrungen durch die iranische Regierung können aufgedeckt werden. Twitter kann also so viel mehr sein, als nur „gezwitscher“…

Social Networks befürworten Zensur?

26 Jun

Auf netzpolitik.org gefunden und hier ein kleiner Auszug: „Laut unseren Informationen sitzen alle großen Social Networks in Deutschland (studiVZ-Gruppe, wer-kennt-wen, Lokalisten usw.) mit im Boot. Damit werden diese sich ebenfalls klar hinter die vom Familienministerium und dem Zugangserschwerungsgesetz vorgegebene Marschrichtung “sperren statt löschen” und gegen ein zensurfreies Internet stellen. Wie in den Social Networks diese Message an die Mitglieder weitergegeben werden soll, ist noch unklar. Man sollte sich aber schon mal darauf einstellen, dass in Zukunft dort über Eigenwerbung oder entsprechende Bekenntnisaktionen die Nutzer auf diese Linie eingeschworen werden sollen.“

Es gibt bisher aber keine offizielle Stellungnahme von den jeweiligen Social Networks. Einzelne Blogkommentare von  StudiVZ Mitarbeitern dementieren dies auch. Es bleibt also abzuwarten, wer hier wen unterstützt. Sicherlich sind sich die einzelnen Networks auch im Klaren darüber, dass die Netzgemeinde empfindlich auf solche Sympathiebekundungen reagieren dürfte und der Imageschaden schon enorm hoch sein dürfte.

Update: 1. Dementi und Richtigstellung von studiVZ auf ihrem Blog. Übrigens interessant, dass studiVZ einen Blog hat. Wusste ich bis dato gar nicht. 

Weiterhin findet am 30.06.09 eine Konferenz im Berliner Maritim proArte Hotel zum „Thema Schutz vor sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche mit Fokus auf neue Medien […]“ statt. Initiiert wird die Veranstaltung vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Hier soll die Kampagne der Internetsperren auch europaweite Perspektiven erhalten. Infos zur Konferenz findet Ihr hier: http://www.child-protection-conference.org/