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Urlaub – die schönste Zeit des Jahres und dann kam alles anders …

1 Aug

Flugzeug Airline Sky

Vor gut 10 Tagen war es endlich soweit, der Urlaub sollte beginnen. Wie immer war ich todmüde, da wir bereits gegen 6 Uhr früh am Flughafen sein sollten. Aber ok, im Urlaub kann ich mich ja dann ausschlafen. Ursprünglich wollten wir eigentlich nach Kroatien und dort durch das Land reisen. Leider hat das nicht ganz so geklappt, da man in der Hauptsaison kaum ein Bett für nur ein bis zwei Tage an einem Ort bekommt und ich zelten nicht mehr so als erste Wahl sehe. Nun gut, dann haben wir ein total romantisches Hotel an der Südküste in Antalya aufgetan. Kann man auch machen, dachte ich. Klar, Antalya ist ne ziemliche Touristenhochburg, aber mit einem Mietwagen kann man da bestimmt schnell raus und auf eigene Faust das Land erkunden.

Angekommen in Antalya hat es mich fast erschlagen. Die haben eine dermaßen hohe Luftfeuchtigkeit bei 40°C Temperatur und knallender Sonne. Überrascht hat mich das weniger, da man das ja vorher lesen konnte. Aber es schnürt einem schon echt den Hals ab und der Körper ist ziemlich platt. Nun ging es per Transfershuttle zu unserem Hotel. Dort war schon das erste Highlight. Der Transferservice wollte gern 10 € Trinkgeld haben. Hut ab, für 10 Minuten Fahrt, das ist ja mal ein ordentlicher Zusatzstundenlohn. Ein Job der sich also lohnt. Weiterlesen

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Der Weg ist das Ziel

13 Jul
Der Weg

Fotografen: Claudia und Ralf Küppers; Quelle: pixelio.de

Heute habe ich mal wieder einer „Verteidigung“ eines Dissertationsprojektes einer Freundin beigewohnt. Das ist dann quasi fast die letzte Hürde, die dem Promovenden bevorsteht, um den Grad des Doktors zu erlangen. Irgendwie ist das schon verrückt. Nun bin ich schon ein paar Jahre selbst dabei und man betrachtet solche Veranstaltungen auch immer vor dem Hintergrund, dass man eines Tages (hoffentlich) selbst dort steht. Die Aufregung und die Angespanntheit ist den Kollegen, Freunden und Familienmitgliedern anzusehen. Es geht eine arbeitsintensive, erlebnisreiche und prägende Zeit damit zu ende. Und dann…

Ich fragte auch diesmal „Und wie fühlst Du Dich?“. Antwort: “ Mhh…normal, war nicht so aufgeregt. Wenn Du erst mal zwei Kinder hast, dann ist das alles anders.“ Einige sagten, dass nachher eine Leere eintritt. Das kann ich gut nachvollziehen. Man arbeitet manchmal auch wie besessen auf ein Ziel hin und dann, wenn man es erreicht hat… Was kommt dann? Es hat vorher so viel Platz in deinem Leben eingenommen und nun?

Ich glaube, dass es wichtig ist, wenn man ein Ziel ganz fest vor Augen hat und es mit Nachdruck verfolgt, dass man dabei das Leben nicht vergisst. Die Arbeit soll auch Spaß machen und bereits auf dem Weg zum Ziel wenigstens manchmal ein gutes Gefühl bereiten, denn irgendwie kann das Gefühl bei der Überquerung der Zielgerade oft nicht dem standhalten, was man erhofft hatte. Die Aussage, dass ihre zwei Kinder da so einiges im Kopf verändert haben, finde ich wirklich positiv. Ich habe zwar selbst keine Kinder, aber ich weiß nur zu gut, dass es oft kontraproduktiv ist, wenn man sich selbst total vergisst.

Die Relationen können so leicht verschwimmen und manche Konsequenzen sind weitreichender als man denkt. Es heißt nicht, dass man sich nicht mit Leidenschaft und verstärkten Prioritäten auf Dinge einlassen sollte. Man sollte aber den Blick für das Wesentliche nicht verlieren. Das Leben ist zu kurz, um nach Jahren der Selbstaufgabe zu merken, dass es nicht nur das eine wichtige Ziel gibt. Diese Erfahrung musste ich doch schon oft machen und arbeite nun daran, manche Dinge mit dem nötigen Abstand zu betrachten. Alles geht mal vorbei und wenn man am Ende nicht sagen kann, es war schön den Weg zu gehen und es womöglich keine neuen Ziele oder andere wichtige Dinge gibt, dann wird es am Ende des Weges finster.

Berlin – Weil das Gute oft so nah ist…

19 Apr

…haben wir uns gedacht, warum für einen Kurzurlaub in die Ferne schweifen? Sicher geht es Euch auch manchmal so. Der Kopf ist voll, der Stresspegel unerhört hoch, der Körper leidet unter Schlafentzug und versucht Dir durch Kopfschmerzen sowie allgemeiner Unlust mitzuteilen, dass es langsam mal Zeit  für einen Break ist. Also haben wir ganz spontan den Urlaubsantrag beim Chef auf dem Tisch positioniert. Tja und wer hätte es gedacht, er hat den Antrag auch gleich genehmigt. Entweder sah ich echt urlaubsreif aus (trotz der teuren und vielversprechenden Kosmetikprodukte – DANKE) oder er ist einfach ein sozialer Chef. Wahrscheinlich liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen.

Wo soll die Reise denn nun hin gehen, so kurz vor Ostern? Warum denn nicht mal wieder in die Hauptstadt. Unser erster Stopp wurde also in Berlin eingelegt. Ein paar kleine Auszüge davon, will ich Euch hier posten. Hier mein Tipp für ein unschlagbar günstiges Hotel, in exzellenter Lage: easyHotel. Es liegt direkt in Mitte auf der Rosenthaler Strasse 69 und man kann eigentlich alles zu Fuß erreichen. Ganze 35 €/Zimmer haben wir gezahlt. Natürlich muss jeder Service extra bezahlt werden. Aber wer braucht schon eine Minibar, wenn man den Proviant im Gepäck hat und unzählige Kneipen um die Ecke. Bei unschlagbaren 8m2  Residenzgröße musste man schon ganz schön laut rufen, damit man sich auch vom Westflügel bis in den Südflügel Gehör verschafft.Der zweite gute Tipp betrifft den Parkplatz. Stellt Euch einfach in eine Seitenstrasse und parkt einmal täglich das Auto um. So riskiert Ihr zwar einen Strafzettel, aber werdet nicht abgeschleppt und es ist günstiger als ein Parkhaus. Und weil wir zwei Glückskinder sind, haben wir nicht mal einen Strafzettel kassiert. Natürlich haben wir ein wenig Sightseeing betrieben. Da man sich ja in unserem Alter nicht überanstrengen soll ;-), haben wir ne Fahrt auf der Spree gemacht und uns gemütlich die typischen Touri-Sachen zeigen lassen.

Für Mädels ist es ein Muss, mal zu schauen was shoppingtechnisch so in Berlin geht. Empfehlen kann ich definitiv den Laden ALLSAINTS . Die Schaufensterdeko hat mich neugierig gemacht, denn dort sind unzählige Singer-und Mercedes-Nähmaschinen drapiert. Sieht richtig gut aus. Den Shopbesucher erwarten eine echt schön gestaltete Location im Industrie-Look, gute Musik (ich will immer noch wissen, was für ein Song dort lief, der mich total berührt hat) und ne ganze Menge an tollen Klamotten. Schaut einfach mal auf der Website nach und Ihr wisst was ich meine. Am Abend haben wir uns den White Trash Club auf der Schönhauser Allee 6-7 rausgesucht. Und ich muss sagen, es war ein gute Wahl (auf die eigene schulterklopfend). Der Laden hat ne Menge zu bieten. Es ist eine Kombination aus Restaurant (vorwiegend Fast-Food), Bar, Bühne, Tanzbereich und dem Tattoo-Shop No Pain no Brain im Keller. Ein Paradies: Man kann lecker essen, gute Musik hören, die Hüften bewegen oder nur introvertiert mit dem Fuß wippen, während man auf die Verschönerung seines Körpers mit nem neuen Tattoo wartet. Ein lecker Getränk bekommt man natürlich auch. Musikalisch läuft dort ne Mischung aus Rock und Punk, mit nem bisschen trashigen Country. Das Publikum ist angenehm gemischt und entspannt. Es spielte eine Liveband an dem Abend, deren Namen ich leider vergessen habe. Sorry dafür. Liegt vermutlich daran, dass der letzte Drink „schlecht“ war 😉 War auf jeden Fall ein schöner Abend. Allerdings folgt auf den Abend auch der Morgen danach und der begann mit einem flauen Gefühl im Magen und dem Wunsch, dass der Becksgeschmack nun langsam mal wieder verschwinden könnte. Da wir uns vorgenommen hatten, nach Potsdam zu fahren, musste natürlich erst mal ein Frühstück her. Gleich nebenan gibt’s einen Bagelshop. Bis auf nen Kaffee und nen Smoothie habe ich nix runter bekommen.  

Den Bagel haben wir eingepackt und als Proviant mitgenommen. Damit ich mich noch etwas erholen konnte, hat meine Beifahrerin das Steuer übernommen und so ging es nun auf nach Potsdam…