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Blogbilanz und neues Design

17 Jul
Fotografin: Gaby Kempf Quelle: pixelio.de

Tja, alles neu macht der Mai. Ok, nun ist es Juli. Nach über einem Jahr mit meinem Blog ist es nun mal Zeit für ein neues Design. Ich bin zwar nicht unbedingt der Rosa-Prinzessinnen-Typ, aber irgendwie finde ich das Theme total ansprechend und harmonisch. Wenn man mal Bilanz zieht, zum Thema Blog, dann muss ich sagen, dass es nicht immer so leicht ist. So ein Blog wird ja häufig als Tagebuch bezeichnet, aber mal ehrlich, würdet Ihr die Inhalte Eures Tagebuches gern im Netz posten? Also ich sicher nicht. Könnte daran liegen, dass ich kein Tagebuch habe. Liegt’s es aber nicht. Vielmehr ist es darin begründet, dass ich manchmal zu „verkopft“ bin und mir ziemlich viele Gedanken mache, welche Dinge für die Öffentlichkeit sind und welche nicht. Oft versuche ich es damit zu umgehen, dass ich brisante bzw. sehr persönliche Themen nicht anschneide oder sie so verpacke, dass sie „entschärft“ sind. Weiterlesen

Wenn Arbeit zum Vergnügen wird…

8 Jun

Interviews mit Blogbetreibern

Heute ist mir mal danach, einen Beitrag über meine Arbeit zu schreiben. Wie man ja in „Über mich“ lesen konnte, schreibe ich an meiner Doktorarbeit. Sicher denken viele „Oh wie langweilig und trocken, so eine wissenschaftliche Arbeit.“. Doch dem möchte ich gern widersprechen. Im Rahmen meiner Forschung führe ich Interviews mit Blogbetreibern durch, um von Ihnen zu hören, welche Erfahrungen sie mit dem Medium Blog (Corporate Blog im Speziellen) gemacht haben und wie sie damit umgehen. Vor ungefähr einer Stunde hatte ich gerade wieder eines und es wurde wirklich ein sehr schönes Gespräch. Das Interview (für die Methodiker: es handelt sich um problemzentrierte Interviews) als Form der Datengewinnung ist eine wirklich wunderbare Methode, um sehr facettenreiche Informationen zu erhalten. Und das schönste daran ist, dass man ganz unterschiedliche Menschen und ihre Geschichten kennenlernt.

Kontakte knüpfen und erste Interviewerfahrungen

Bei meinen ersten Interviews war ich unheimlich aufgeregt, aber mittlerweile genieße ich die Gespräche sehr, da ich bisher ausnahmslos sympathische und aufgeschlossene Menschen kennen gelernt habe. Ich hätte zu Beginn meiner Arbeit nicht gedacht, dass es so viele Menschen gibt, die mich bei meinem Forschungsprojekt durch ein Interview unterstützen. Häufig bezahlen Marktforschungsinstitute viel Geld, um an ihre Daten zu kommen. Dem Doktoranden fehlen natürlich solche Ressourcen. Es ist grundsätzlich eine weit verbreitete Angst bei Doktoranden und oft auch keine unbegründete, dass man keinen Rücklauf bekommt. Vielen meiner Kollegen ist es schon so ergangen, dass sie Fragebögen versendet haben und kaum eine Antwort erhielten. Das ist natürlich der Alptraum eines jeden Forschers.

Menschen, die mich überraschen und ihre Geschichten, die mich begeistern

Das Besondere bei Interviews ist, dass man so viele unterschiedliche Menschen erleben kann und sich oft tolle Gespräche entwickeln. Somit ist es nicht nur für meine Arbeit bereichernd, sondern auch für mich persönlich. An dieser Stelle muss ich den Bloggern mal ein Kompliment aussprechen: Sie sind wirklich sehr hilfsbereit, herzlich und unkompliziert. Es gibt sogar Leute, die sich über das Interview hinaus engagieren und mich unterstützen, in dem sie mich ihren Kontakten vorstellen. Toll, so viel Selbstlosigkeit haut mich echt um. Unter solchen Umständen wird Arbeit echt zum Vergnügen. 🙂 DANKE!

Google Wave

9 Okt

google waveGoogle hat es mal wieder geschafft die Welt zu überraschen. Die neuste Kreation im Entwicklungsstatus heißt Google Wave. Dabei handelt es sich um eine KommunikationsplattformIn dieser Plattform werden sämtliche Kommunikationsformen miteinander vereint. Echtzeitkommunikation wie z.B. Chats (also die synchrone Kommunikation) und E-Mail (asynchrone Kommunikation) in einem. Das ist aber noch längst nicht alles. Seht selbst http://wave.google.com/help/wave/about.html
Beeindruckend! Wenn sich Google Wave etablieren sollte, dann werden die Möglichkeiten und Funktionalitäten dieser Kommunikationsplattform uns dazu bringen, dass wir uns noch einmal neu orientieren müssen, in unserem Nutzungsverhalten. Wir werden E-Mails anders lesen. Wir werden bei der Echtzeitkommunikation lernen müssen, erst zu denken und dann zu schreiben – nicht das man das jetzt nicht auch schon sollte, aber da das Gegenüber bereits während der Eingabe alle Zeichen sehen kann, ist das Löschen einer unvorteilhaften Wortwahl zwecklos. Der Ansatz ist jedenfalls wirklich gut. Es gibt mittlerweile so viele Tools und Zugänge, so dass eine gemeinsame Plattform dort sicherlich etwas mehr Übersichtlichkeit rein bringen kann und die Effektivität steigert. Ich bin gespannt, wie sich diese Plattform auf unser Kommunikationsverhalten im Web auswirkt.

Internetpolizei und Rechtsextremismus im Web 2.0

16 Aug

Wie erst kürzlich berichtet wurde, fordern einige CDU Politiker eine stärkere Kontrolle des Internets. Es sollen Benimmregeln aufgestellt werden und verdeckte Ermittler kriminelle Machenschaften im Netz schon im Keim ersticken. Die Verbreitung von Kinderpornografie haben wir ja nun auch Dank Zensursula durch ein verabschiedetes Gesetz hinter einem Vorhang versteckt. Man sagt sich wohl bei der CDU, wenn ich es nicht sehe, dann ist es nicht da. Tolle Lösung. Wegschauen und verstecken. In unzähligen Diskussionen zu diesem Thema wurde ja bereits geklärt , dass man durch sperren der Seiten viele Probleme hervorruft. Einerseits kann man diese Sperren umgehen und andererseits existiert auch das Problem, dass Seiten gesperrt werden könnten, welche keinen illegalen Hintergrund haben. Wie in der Zeit berichtet, konnte man aber im Kampf gegen Rechtsradikalismus im Internet ein durchaus bemerkenswertes Phänomen beobachten. Es ist tatsächlich gelungen solche Angebote zu löschen. Bisher von der Bundesregierung als unmöglichen Weg beschrieben, haben sich die Jugendschutzbehörden der Bundesländer zusammengetan und rechtsradikale Inhalte den Providern gemeldet. Diese löschten dann in 80% der Fälle auch den Content. Selbst im Ausland, wo es rechtlich keine Handhabe gibt, konnten die Provider nach einem Hinweis dazu bewegt werden, die Inhalte vom Netz zu nehmen. Mit dieser Aktion wurde nun auch wiederholt nachgewiesen, dass es möglich ist, Inhalte zu löschen. Wir lösen also mit den Netzsperren kein Problem, sondern wir verschleiern es und schaffen noch ein paar neue dazu. Mal davon abgesehen, dass ich es alles für Wahlkampfgetöse halte und man einfach versucht die Bürger zu täuschen und ihr Wohlwollen zu erzielen, indem man ihnen vormacht, man täte was gegen Kinderpornografie. Es macht mir schon etwas Angst, wie weit man bereit ist zu gehen, um ein paar Wählerstimmen zu bekommen. Der Hunger nach Macht scheint wohl das einzige zu sein, was wirklich zählt. Ihm opfern unsere Politiker dann auch gern mal ein paar Grundrechte. Wenn der Hunger nach Macht das Motiv zum Handeln ist, dann gibt es allen Grund Angst zu haben. Es gibt viele geschichtliche Ereignisse, welche uns nur zu gut in der Erinnerung geblieben sind, die ihren Ursprung in machthungrigen Menschen hatten…

Zensursula fordert Benimmregeln im Internet

24 Jul

Auf basicthinking gelesen: Zensursula will einen Verhaltenscodex für das Internet entwickeln lassen. Man, die Frau weiß auch wirklich nichts. Ich sag nur

Zum einen reguliert sich die Community selber im Internet und es gibt doch schon fast überall eine Netiquette. Zweiter Punkt ist, dass man nie alles kontrollieren kann…im Internet nicht und auch nicht in der Offline-Welt. Zensursula glaubt wohl wirklich, dass das Web die Achse des Bösen ist. Ja, ja…früher war alles besser…

Die gelebte Freiheit und Demokratie im Web kann manchen Politikern schon mal den Angstschweiß auf die Stirn treiben.

Killerspiele für Kinder…

16 Jul
Nun habe ich ein Killerspiel entdeckt, welches grausamer nicht sein kann und zu allem Übel ist es auch noch für Kinder: „Schlag den Hamster!“. Hier soll mit reiner körperlicher Gewalt und einem Hammer den kleinen süßen Hamstern auf den Kopf geschlagen werden, sobald diese aus ihrem Versteck kommen.

Killerspiel: Schlag den Hamster I

Wir alle können uns ja denken was praktizierte Gewalt an Tieren in der frühkindlichen Phase anrichten kann. Kaum auszudenken… Da unsere Politik aber so ein wachsames Auge hat, wird sie wohl hoffentlich bald reagieren und solche potenziellen Gefahren aus unser aller Leben verbannen. Man sollte glaub ich auch solche Kinder-Killer-Spiele wie Räuber und Gendarm verbieten. Sowas kann ja schnell zur Gefahr für Leib und Leben werden… Es gibt noch so viel zu tun.

Ich melde also dringenden Handlungsbedarf an Zensursula und CDU-Generalsekretär Thomas Strobl…

PS: Hier der Link zur Onlinepetition Gegen ein Verbot von Action-Computerspielen.

 

Zensurgesetz vom Bundesrat genehmigt

10 Jul

netzsperre

Nun ist es amtlich. Der Bundesrat hat heute den Gesetzesentwurf für Netzsperren abgesegnet. Etwas anderes haben wir ja auch nicht erwartet. Ab August gibt es dann also im Rahmen der Netzsperre und Zensur  Stoppschilder sowie eine Überwachung durch das BKA. Jetzt können nur noch Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht eine Chance bieten.

Gefunden unter: http://freshzweinull.de/2009/07/
Gesetzentwurf findet Ihr hier: http://www.bmwi.de

Social Networks befürworten Zensur?

26 Jun

Auf netzpolitik.org gefunden und hier ein kleiner Auszug: „Laut unseren Informationen sitzen alle großen Social Networks in Deutschland (studiVZ-Gruppe, wer-kennt-wen, Lokalisten usw.) mit im Boot. Damit werden diese sich ebenfalls klar hinter die vom Familienministerium und dem Zugangserschwerungsgesetz vorgegebene Marschrichtung “sperren statt löschen” und gegen ein zensurfreies Internet stellen. Wie in den Social Networks diese Message an die Mitglieder weitergegeben werden soll, ist noch unklar. Man sollte sich aber schon mal darauf einstellen, dass in Zukunft dort über Eigenwerbung oder entsprechende Bekenntnisaktionen die Nutzer auf diese Linie eingeschworen werden sollen.“

Es gibt bisher aber keine offizielle Stellungnahme von den jeweiligen Social Networks. Einzelne Blogkommentare von  StudiVZ Mitarbeitern dementieren dies auch. Es bleibt also abzuwarten, wer hier wen unterstützt. Sicherlich sind sich die einzelnen Networks auch im Klaren darüber, dass die Netzgemeinde empfindlich auf solche Sympathiebekundungen reagieren dürfte und der Imageschaden schon enorm hoch sein dürfte.

Update: 1. Dementi und Richtigstellung von studiVZ auf ihrem Blog. Übrigens interessant, dass studiVZ einen Blog hat. Wusste ich bis dato gar nicht. 

Weiterhin findet am 30.06.09 eine Konferenz im Berliner Maritim proArte Hotel zum „Thema Schutz vor sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche mit Fokus auf neue Medien […]“ statt. Initiiert wird die Veranstaltung vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Hier soll die Kampagne der Internetsperren auch europaweite Perspektiven erhalten. Infos zur Konferenz findet Ihr hier: http://www.child-protection-conference.org/ 

 

Frau Merkel goes Web 2.0

26 Mai
Frau Merkel im studiVZ

Frau Merkel im studiVZ (Quelle: Screenshot studivz.net)

Nicht schlecht habe ich geschaut, als ich im allseits bekannten studiVZ auf Frau Merkels Profil gestoßen bin. Frau Merkel tritt also der Community bei und stellt sich mit einem doch etwas anders aussehenden Profil den Mitgliedern vor. Herr Westerwelle, Herr Seehofer und einige andere sind auch dabei. Mensch toll, diese Bürgernähe. Da freut sich aber die „Generation-Doof“, dass unsere Volksvertreter mal zum Greifen nah sind. Hätte man ihnen gar nicht zugetraut und vor allem in so turbulenten Zeiten des Wahlkampfes. Da kann ich nur sagen: ausgezeichnetes Zeitmanagement! Ist ja auch klasse, das Web 2.0. Man kann so schnell und einfach Inhalte produzieren. Aber war da nicht etwas, was bei Web 2.0 noch wichtig ist? Mhhh… was war das nur? Ah…jetzt ja: Der Mittmachgedanke! Und was bedeutet das gleich noch mal? Dabei sein ist alles? Wohl eher nicht… Weiterlesen